Umbau und Erweiterung in geschützter Substanz - Teil 3

Im dritten Teil unserer Serie „Umbau und Erweiterung“ erläutert Jürgen Seiler, geschäftsführender Gesellschafter von Bau 72 in Iffezheim, was das Planen und Bauen bei einem denkmalgeschützten Gebäude so vielseitig und spannend macht.

Neuer Glanz für alte Schönheit

Die Vielseitigkeit der Aufgabe ein Gebäude im Denkmalschutz um zu bauen und zu erweitern, ist sicher mit einem „normalen“ Gebäude nicht zu vergleichen. Zunächst müssen alle Faktoren, die für das Bauvorhaben relevant sind, erfasst werden. Unterliegt das Gebäude dem Denkmalschutz, wird Jürgen Seiler als erstes Kontakt mit der Denkmalschutzbehörde aufnehmen. Es ist besonders wichtig dies zu tun, bevor mit der Planung begonnen wird. Nicht immer sind die Forderungen der Behörde für den „Bau-Laien“ nachvollziehbar. Daher ist die Erläuterung und Moderation zwingend erforderlich, um die Wünsche und Forderungen der Beteiligten unter ein Dach zu bringen. Wirtschaftlich sinnvolle Lösungen können zu diesem Zeitpunkt erarbeitet werden, ohne dass die Schönheit der Gebäude darunter leiden müsste. Im Gegenteil, für viele dieser Objekte waren Umbau und Sanierung, die Bau 72 durchgeführt hat, auch eine wirtschaftliche Rettung, denn so konnten die Immobilien wieder kostendeckend bewirtschaftet werden.  

Ein Umbau, eine Erweiterung oder eine Sanierung bieten auch die Möglichkeit, die Energieeffizienz des Gebäudes zu verbessern. Zunächst sollte eine Gebäudegrunduntersuchung durchgeführt werden, um den Ist-Stand zu definieren. Alle Gebäudeteile werden bewertet, auch nicht genutzte Ressourcen werden erkannt. Die vorhandenen „Fehlstellen“ z. B. in der Gebäudehülle werden dokumentiert. Zusätzlich sind die grundsätzlichen Forderungen des Gesetzgebers einzuhalten. Die Frage zum Abschluss lautet daher, wie viel muss sein und was ist darüber hinaus wirtschaftlich noch sinnvoll?

Die Fa. Bau 72 führt solche Sanierungen bereits seit Jahrzehnten durch und hat sich auf dem Gebiet der ökologisch und ökonomisch sinnvollen, energetischen Sanierung einen besonderen Namen erarbeitet. „Für die meisten Gebäude, die deutlich vor 1970 gebaut wurden, gibt es einen sehr positiven Kosten-Nutzen-Faktor, und die Investition wird sich in einem sinnvollen Zeitraum auszahlen“, betont Jürgen Seiler.

Ein weiteres Plus

Diese Wohnhäuser können sehr häufig mit einem absolut vertretbaren Aufwand den heutigen Ansprüchen von „Wohnen“  angepasst werden. Dies bezieht sich sowohl auf das äußere Erscheinungsbild, als auch auf eine zeitgemäße Raumaufteilung, die Ausstattung mit Bädern, Duschen und Gäste-WC sowie dem Bereich Kochen. „Bauen und Wohnen, unsere Architektur, das hat auch etwas mit Wohlfühlen zu tun. Ein Anspruch, der sich seit den 1950er Jahren sehr deutlich verändert hat“, so Jürgen Seiler.

Für eine umfassende energetische Sanierung sind fünf Bauteile von entscheidender Bedeutung

Fassade: Der Vollwärmeschutz der äußeren Hülle ist das Ziel. Meist kann dieser durch ein Wärme-Dämm-Verbundsystem erreicht werden. Es besteht aus einem Dämm-Material, in einer Stärke entsprechend der Berechnungen, im Verbund aufgebracht und  mit  einem  mineralischen  Außenputz. Alle Schwachstellen werden „eingepackt“, um eine möglichst dichte Hülle zu erhalten.

Fenster: Neue Fenster stellen einen erheblichen Faktor für eine erfolgreiche Sanierung dar. Die Qualität von Fensterprofil und Verglasung, aber vor allem auch die neuen, dichten Anschlüsse an die Fassade sind entscheidend für das Ergebnis. Voraussetzung, ist eine technisch und vor allen Dingen handwerklich einwandfreie Ausführung.

Dach: Für das Dach kann beispielsweise mit einer Aufdachdämmung Vollwärmeschutz erreicht werden. Die neue Lattung, Dachanschlüsse, Dacheindeckung etc. führen zusätzlich zu einer Wertsteigerung bzw. Werterhaltung der Immobilie.

Keller: Mit einer Wärmedämmung unter der Kellerdecke wird die gedämmte Hülle komplett. Die Dämmstärke entspricht den Berechnungen und sollte keine Fehlstellen aufweisen, z. B. in schlecht zugänglichen Bereichen oder Leitungsdurchführungen. Heiztechnik: In diesem Bereich sind die Angebote am vielseitigsten. Allerdings ganz entscheidend - Kosten und Nutzen vergleichen. Eine Brennwert-Therme kombiniert mit einer Solaranlage ist nach wie vor die günstigste Lösung.

Bau 72 bietet dieses Segment nur schlüsselfertig an. Und das aus gutem Grund. Jürgen Seiler hat sehr viel Erfahrung auf diesem Gebiet und verfügt über ein eingespieltes Team von Handwerkern. Auch alle erforderlichen Nebenarbeiten werden erfasst, wie das Entfernen von Dachrinnen, Geländern oder Vordächern, Anpassen des Dachüberstands, eine Kelleraußentreppe, einen störenden Bewuchs. Da muss entfernt, geändert oder komplett erneuert werden, alles Arbeiten auf den „zweiten Blick“. „Nur so können wir den Festpreis garantierten.“

Planung und Ausführung in einer Hand machen einen Umbau, eine Erweiterung oder eine Sanierung nicht nur zu einer wirtschaftlich sinnvollen Maßnahme, sondern auch zu einer persönlichen Bereicherung Ihres Lebensraums.

Fotos: © Gerhard Dinger, fliese.de, Henders&Hasel, Bau72

Zurück